Verkehrsunfälle

„Trotz vorausschauender Fahrweise kann jeder in die Situation eines Verkehrsunfalles geraten. Das richtige Verhalten nach dem Unfall erleichtert die Schadenregulierung für Sie, uns und den Unfallgegner. Deshalb gilt es, einige wenige Punkte zu beachten.
§ 34 StVO regelt, dass ein Unfallbeteiligter

anhalten,

die Unfallstelle sichern,

helfen,

warten bzw. Personalien austauschen

und die Unfallstelle aufräumen muss.

Das heißt für Sie folgendes:

1. Direkt nach dem Unfall

Es gibt bereits am Unfallort gewisse Pflichten, die als Unfallbeteiligter einzuhalten sind.

Dabei ist darauf zu achten, dass keine weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Zur ordnungsgemäßen Sicherung der Unfallstelle zählt auch das Einschalten der Warnblinkanlage und das Aufstellen des Warndreiecks in angemessener Entfernung. Weiterhin ist auf die Autoinsassen zu achten.  An Gefahrstellen, zum Beispiel der Autobahn, empfiehlt es sich für die Insassen auszusteigen und abseits der Unfallstelle, bestenfalls hinter der Leitplanke, zu warten.

Unfallspuren dürfen nicht entfernt werden, da Sie der Beweissicherung dienen. Es kann ein Bußgeldverfahren drohen.

Verletzte Personen sind zu versorgen. Dafür sollten Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei verständigt werden. Auf eine Strafbarkeit wegen „unterlassener Hilfeleistung“ nach § 323 c Strafgesetzbuch wird hingewiesen.

2. Nach der Erstversorgung

Soweit die Unfallstelle abgesichert ist und Verletzte versorgt sind, gilt es Beweise zu sichern. Man sollte immer daran denken, dass die Beweislast regelmäßig beim Anspruchsteller und somit dem Geschädigten liegt. Das heißt, es ist Aufgabe des Geschädigten, die erforderlichen Beweise und Nachweise zu dokumentieren, zu sammeln und zu sichern.

In einer Vielzahl von Fällen können die Ansprüche nicht durchgesetzt werden, weil die alleinige 100-prozentige Haftung des Unfallgegners nicht bewiesen werden kann oder keine Nachweise vorhanden sind.

Somit gilt es:

•    Zeugen anzusprechen: Personalien, Kennzeichen von Unfallbeobachtern zu notieren

•    Fotos vor Entfernung der Fahrzeuge von der Unfallstelle anfertigen  (eigene Schäden und die Schäden aller beteiligten Fahrzeuge und der Unfallörtlichkeit, Verkehrsschildern, Bremsspuren, Kollisionsstellung der Fahrzeuge).

•    Polizei verständigen (trotzdem gilt es die erforderliche Dokumentation anzufertigen, da eine polizeiliche Aufnahme zumeist nur erfolgt, wenn es Verletzte gibt oder ein hoher Schaden befürchtet wird); Achtung bei eigenen Aussagen vor der Polizei! Es empfiehlt sich, keine Angaben zu machen und auf Ihren Rechtsanwalt zu verweisen.

•    Austausch der Personalien: Das sind die Fahrer- und Halterdaten, das Kennzeichen, der Haftpflichtversicherer und der Fahrzeugtyp. Bei Nichtangabe oder Falschangabe der Daten droht eine Verfolgung wegen „unerlaubtem Entfernen vom Unfallort“ nach § 142 Strafgesetzbuch und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

•    Unfallbericht schreiben, aber kein Schuldanerkenntnis gegenüber den weiteren Unfallbeteiligten abgeben. Die Haftungsfragen sind von Versichern, Gerichten und Anwälten zu beurteilen,  um negative Folgen zu vermeiden.

3. Nach dem Unfall

Nehmen Sie umgehend mit uns Kontakt auf. Es empfiehlt sich, einen Sachverständigen aufzusuchen, um die Schadenshöhe festzustellen – gern empfehlen wir Ihnen ein Sachverständigenbüro.
Fertigen Sie eine Unfallskizze an. Ein hilfreiches Programm finden Sie unter www.unfallskizze.de.

Vereinbaren Sie mit uns schnell einen Termin. Alle notwendigen Dokumente finden Sie unter Terminvorbereitung.“